Liebe Landwirte und Landbesitzer !

IST-SITUATION LANDWIRTSCHAFT

 

Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Jedoch ist die heutige Landwirtschaft in der Gesamtheit nicht repräsentativ bilanziert und dargestellt. Die oftmals geforderte „Agrarwende“ hat sich die letzten 50 Jahre nicht umsetzten lassen. Sie selber kennen umfassend Ihre Situation und Vorzeichen von Unterfinanzierung, Abhängigkeit von staatlichen Subventionsprogrammen, unökologischer Betriebsweise, Humusabbau, negativer Energiebilanz, unverhältnismäßige Arbeitssituation, innerfamiliäre Belastungskrisen und der Frage: Wachsen oder Weichen ODER Wie soll es weitergehen ? Ist eine betriebswirtschaftliche Entwicklung mit der momentanen üblichen Bewirtschaftungsweise grundsätzlich noch möglich?

Der 1.8.2018 war Welterschöpfungstag!

Dies ist hier ausdrücklich keiner gesellschaftlich-beruflichen Gruppe zu Last zu geben. Es geht vielmehr um eine tatsächliche, wertfreie Betrachtungsweise und Benennung verbunden mit einem Weckruf auf Veränderung für’s Künftige!

 

 

IST-SITUATION ÖKOLOGIE

 

Der sogenannte 'Ökologische Fußabdruck' deckt nicht alles auf und ab. Die 'Ökorealistische Gesamtbilanz' umfasst alle Herstellungskosten, Umwelt-& Sozialbelastungen, alle Arbeitsleistungen, … , die auch ohne konkrete Zahlenwerte sich ein leichtes denkbar auf unter Null beläuft. Benennung und Analysen gibt es zur Genüge, die aufzeigen, dass die Landwirtschaft, basierend auf staatlich-europäischer Subventionspolitik, Dünge- und Bewirtschaftungs-Vorschriften und die bisherige konventionelle Bewirtschaftungsweise, einen Umgang mit der ihr übergebenen Natur und der in und von der kultivierten Natur lebenden Mensch hegt, der über kurz oder lang in eine Sackgasse führt.

„Der ungehemmte Verbrauch von Freiflächen, das Ausufern von Siedlungsbereichen und Verkehrswegen, der grenzenlose Einsatz von Bioziden und Dünger zerstören den Boden großflächig. Er steht am Ende aller Immissionswege – er muss „jeden Dreck schlucken“. Nicht eingedenk der Bedeutung des Bodens für unser Überleben, vollziehen wir eine bodenlose Bodenvernichtung. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern weltweit“ (BUND 2001, S. 23).

Allein seit 1950 bis heute ist ein Humusabbau von 75% zu verzeichnen.

Jedoch: "Boden ist eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Er ermöglicht es Pflanzen, Tieren und Menschen, auf der Erdoberfläche zu leben."(Europäische Bodencharta 1972)

 

 

LÖSUNG MUTTERHOF-KONZEPT

 

Der Mutterhof ist nicht alleinig ein (bisherig genutzter landwirtschaftlicher) Hof mit dazugehörigen Bewirtschaftungsflächen, sondern beschreibt ein neuartiges Konzept eines, über die landwirtschaftliche Nutzung hinausgehenden, langfristig tragfähigen Lebensmodells eines Hofes mit den dazugehörigen Menschen. In erweiterter solidarischer Kooperation von Bauersfamilie mit den produzierenden Mutter-Höflern wird eine ökologisch angelegte Symbiose geschaffen, die allen am und vom Hof lebenden Menschen in nachhaltiger, enkeltauglicher Weise eine erfüllte und Existenz sichernde Lebensgrundlage schafft. Die momentane weltpolitische und -wirtschaftliche Lage ruft auf über die Überlebens-Diagnose von Hof & Land ernsthaft nachzudenken und sich Schritt für Schritt auf einen Wandlungsweg zu bewegen. Das Mutterhof-Konzept nimmt den Ist-Stand ernst und entwickelt von der ganz konkreten Einzelsituation Ihres Hofes eine künftige Hof- und Bewirtschaftungsweise, die Ihnen einen realistischen, tragfähigen Zukunftsboden für Hof und am Hof Lebende bereitet.

 

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Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt befindet sich in der verheerendsten Krise der letzten 25 Jahre. Durch die prekäre Situation auf den Märkten für Produkte tierischer Herkunft und für Marktfrüchte stecken vor allem viehhaltende Bauern in einer Existenzkrise, der sie sich inzwischen hilflos ausgeliefert fühlen. Diese Einschätzung traf Torsten Wagner, Erster Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V., im Rahmen der Erntepressekonferenz am 24. August in Cosa.
 
Die Grenzen der betrieblichen Reaktionsmöglichkeiten sind erreicht, so dass die Liquidität und die Möglichkeiten zur Bedienung offener Kredite oft nicht mehr gegeben sind. Die Überschuldung einer zunehmenden Zahl der Betriebe droht. Mit Blick auf die Weltmarktlage sind in naher Zeit keine besseren Preise zu erwarten. So werden die Erlöse aus Milchproduktion, Schweinehaltung und selbst aus dem Ackerbau auf nicht absehbare Zeit die Kosten der Produktion nicht decken können.
 
So haben überdurchschnittlich viele Landwirte mit Betriebszweigaufgaben und Personalabbau als letzte betriebliche Handlungsmöglichkeit reagiert. „Diese Entwicklung trifft nicht nur jeden Landwirt ins Mark, sondern bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust an Wertschöpfungskraft und Beschäftigung im ländlichen Raum. Wir halten es für dringend geboten, schnellstmöglich wirksame Hilfen seitens der Politik zu initiieren“, fordert Torsten Wagner.
 
Inzwischen bekommen auch die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche die Krise in der Landwirtschaft zu spüren. Landwirte üben äußerste Zurückhaltung bei Investitionen, beim Kauf von Betriebsmitteln und bei der Beauftragung von Dienstleistungen. „Angesichts der dramatischen Situation in der Landwirtschaft und der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Sektors in Sachsen-Anhalt, insbesondere im ländlichen Raum, halten wir die Zurückhaltung der Politik für gefährlich“, erläutert Wagner.
 
Die bisherigen Hilfen waren seiner Meinung nach nur ein Tropfen auf den heißen Stein und führten zu keiner Besserung der Situation. Auch die in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung für Milchviehhalter, die weniger produzieren wollen, bringe insgesamt nicht mehr Liquidität in die Betriebe. „Politik kann mehr, als nur die Empfehlung geben, auf Öko-Produktion umzustellen“, ist sich Torsten Wagner sicher.
 
Auch Bio-Waren würden den Marktgesetzen unterliegen, wonach ein steigendes Angebot sinkende Preise nach sich zieht. Zum anderen seien viele Forderungen des Bauernverbandes noch nicht umgesetzt. Echte Marktbeziehungen zu Molkereien und Schlachtereien, wo Menge und Preise vor der Lieferung ausgehandelt werden, der temporäre Verzicht auf die Ausschreibung und Pachtpreiserhöhung von Flächen im Eigentum des Staates oder der vorübergehende Verzicht auf die Erhebung des Wassercents kämen den Betrieben, vor allem den Nutztierhaltern, zu Hilfe. Stattdessen gibt es laut dem Bauernverband Verzögerungen bei der Auszahlung der Gasölbeihilfe und von Fördergeldern für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen und eine stetig steigende Flut von Auflagen, die den Bauern bares Geld kosten und die Krise befeuern.

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