Die 6 größten Photovoltaik-Lügen

In Permakultur by Romana GreinerLeave a Comment

Rund um das Thema Photovoltaik rankt sich ja viel Unsinn: Angeblich ist eine Photovoltaikanlage so teuer, dass es sich ohne Förderung nie ausgeht! Sie verbraucht scheinbar schon sooo viel Energieaufwand in der Herstellung, dass sich das nie rentiert! Und dabei sind PV-Anlagen sowieso nicht geeignet für unsere Breitengrade. – Klingt nach Schwachsinn, oder? Denn Sonnenenergie ist nicht nur eine unerschöpfliche Ressource, sondern vor allem eine Nachhaltige! Wir nehmen diese 6 größten Photoltaik-Lügen jetzt mal Schritt für Schritt auseinander und zeigen Dir in unseren „Solar Basics“, was Photovoltaik wirklich kann.

Solar Basics

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Über Photovoltaik kann man sowieso nie genug Strom erzeugen! In unseren Breitengraden geht das nicht. Das ist was für die Wüste!

 

Du brauchst pro Jahr, je nachdem wie Du wohnst. zwischen 1.000 kWh und 2.700 kWh Strom,  Mit einer 1,2 kWp Anlage (das sind 8 m2) wie bei uns am Wohnwagon, erzeugst Du pro Jahr ca. 1.200 kWh  Strom. Da kommen natürlich Speicherverluste usw. noch weg, aber für einen sparsamen Verbraucher reicht’s! Wer mehr braucht, installiert ganz einfach mehr Panele.

Weil (v.a. bei uns in Österreich) eh schon so viel Fläche verbaut ist, stehen pro Person locker 20 m2 Photovoltaik-Fläche pro Grundstücksfläche zur Verfügung. Und da sind nur bestehende Dächer gemeint und wir brauchen noch gar nicht über „Landschaftsverschandelung“ diskutieren.

Weltweit wird übrigens seit 2007 mehr Leistung aus Solarzellen
zugebaut als aus Atomkraftwerken. Also doch durchaus ein interessanter Stromlieferant, die Sonne!

Wir haben Dich jetzt schon von Photovoltaik-Anlagen überzeugt und Du möchtest dein Haus, deine Scheune oder dein Gartenhaus energieautark machen? Wir zeigen Dir in einfachen Schritten wie Du zur Energieautarkie umrüsten kannst: Schau mal hier vorbei!

 

 

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Photovoltaik-Anlagen brauchen in der Herstellung so viel Energie, das kompensieren sie nie!

 

Nonsens. Die Berechnungen dazu stammen aus den Urzeiten der Photovoltaik-Industrie, wo noch alles in Handarbeit und einzeln gefertigt wurde und noch nix optimiert war. Nach heutigen Standards schaut’s anders aus:

Die Graue Energie* für die Herstellung kann bei effizient genutzten Anlagen in 1-2 Jahren kompensiert werden! Ab dem dritten Jahr hast Du also eine positive Energiebilanz! Deine Anlage hält 25 – 30 Jahre – also jede Menge Zeit, um Gutes zu bewirken.

Und nur mal so am Rande: Ein Benzinmotor braucht nicht nur in der Herstellung „graue Energie“ sondern auch in jeder Betriebssekunde! Der kompensiert also nix. Nie.

*Graue Energie? Das ist die nicht erneuerbare Primärenergie, die für die Herstellung und Entsorgung benötigt wird.

 

 

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Photovoltaik ist lahm, der Wirkungsgrad ist so mies.

 

Der Wirkungsgrad von guten Photovoltaik-Modulen liegt heute schon bei ca. 20 %. Das heißt: von der Sonneneinstrahlung werden 20 % direkt in elektrische Energie verwandelt. Und der Wirkungs- grad wird immer besser! In den 70er Jahren haben wir mit ca. 8% gestartet, jetzt gibt’s aus der Forschung schon erste Rekordmel- dungen mit 46 %, die in elektrische Energie umgewandelt werden können!

Und Atomkraftwerke? Die wandeln die Primärenergie aus dem Uran auch nur mit einem Wirkungsgrad von weniger als 25 % in Strom um! 75 % gehen verloren – der große Unterschied: Uran ist nicht unerschöpflich und risikofrei. Die Sonnenenergie schon!

 

 

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Photovoltaik-Kraftwerke sind so material- und betriebsintensiv. Da entstehen große Mengen CO2 und Sonderabfall!

 

Das ist echt haarsträubender Blödsinn. PV-Anlagen sind während ihrer gesamten Lebenszeit (30 Jahre!) völlig emissionsfrei und praktisch wartungsfrei. Eine Reinigung der Oberflächen ist hin und wieder sinnvoll. Staub und Vogelkacke runterwischen und das war’s auch schon mit dem Arbeitsaufwand.

Die Umweltbelastung durch die Stromerzeugung ist um Welten geringer als bei konventionellen Methoden – dazu gibt’s eine feine Grafik aus der Arbeit von Daniel Rufer („Vorurteile und Tatsachen“):

Und noch ein Gedanke: Die Module bestehen aus Silizium, also aus Quarzsand und sind bis zu 85 % recyclebar (die Befestigung, an der die einzelnen Panel montiert werden sogar zu 100 %).

 

 

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Umweltbelastung der Stromerzeugung

Solarstrom ist unbezahlbar, ohne Förderungen einfach nicht leistbar. Purer Öko-Luxus.

 

Auch das ist Mist. Solarstrom wird in Zukunft sogar zu den kostengünstigsten Stromerzeugungsarten gehören! Die Gestehungskosten (ohne Subventionen!) liegen schon heute zwischen 0,078 und 0,142 €/kWh. Damit kann Photovoltaik locker mit anderen Stromerzeugungstechnolo- gien mithalten! Würde man beim Atomstrom die Kosten für die Risikovsersicherung dazurechnen, die jetzt einfach die Allgemeinheit trägt, würden Gestehungskosten von 0,24 € / kWh anfallen. Also wer ist hier nicht konkurrenzfähig ohne Förderungen?

 

 

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Autarkie-TV Energieautark durch's Jahr

Solar- und Windstrom kann man nicht planen und speichern. Das ist ja furchtbar für das Netz!

 

Das arme Netz. So ein Schwachsinn. Dank Wetterprognosen ist Solar- und Windstrom ausgezeichnet einige Tage im Voraus planbar. Darauf kann man dann den Einsatz von Wasserkraftwerken abstimmen. Pump-Speicherkraftwerke speichern den Strom für später, damit er auch in der Nacht zur Verfügung steht.

Die dezentrale Einspeisung von Strom entlastet das Stromnetz sogar, reduziert Netzverluste und braucht nur in absoluten Ausnahmefällen eine Netzverstärkung (z.B. Zuleitung zu Bauernhöfen mit besonders großen Photovoltaik-Anlagen).

Speichersysteme werden auch immer besser. Je mehr dezentral direkt gespeichert und verbraucht wird, desto weniger wird das Netz belastet. Mit den neuen Speichertechnologien von Tesla & Co kommen wieder ganz neue Möglichkeiten auf uns zu. Das wird spannend!

 

Also: Lass Dir nix einreden, lass Dich nicht abhängig machen. Suchen wir gemeinsam neue Lösungen, mit denen wir Schritt für Schritt unabhängiger werden.

Auf unserem Youtube-Kanal erklären wir Dir, wie Du  stromautark durch’s ganze Jahr kommst und zeigen Dir wie unsere Photovoltaik-Anlage am Wohnwagon funktioniert. Ein Blick in unserer „Autarkie-Keller“ im Wohnwagon verrät Dir welche Produkte (Batterien, Laderegler, Wechselrichter usw.) wir in den Wohnwagon einbauen und auch für andere Photovoltaik-Projekte empfehlen können.

Wenn Du nun Dein eigenes Photovoltaik-Projekt angehen willst – ob am Wohnwagon, auf Deinem Hausdach oder auf der Scheune, melde Dich bei uns! Wir beraten Dich gern und haben auch Kontakte zu Herstellern, die Dich in der Umsetzung begleiten.

 


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