Zauberworte für die Zukunft: Regional und saisonal!

In Permakultur by permagartenLeave a Comment

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

noch immer darf ich keine Kurse geben und auch keine Führungen bei mir im Mienbacher Waldgarten. Deshalb hab ich mich jetzt entschlossen, die Maiführung alleine zu machen, sie aber zu filmen. Natürlich bin ich darin ein absoluter Laie, aber ich stelle Euch nun die Waldgartenführung, hier im ersten Teil zur Verfügung! Dann kann ich Euch wenigstens ein bißchen von dem Glück abgeben, dass ich gerade in meinem Selbstversorger-Permakultur-Waldgarten empfinde, in all der Wachstumsfülle! Die nächsten Teile, bis die ganze Führung online steht, könnt Ihr die nächste Zeit auf Youtube erleben!

Momentan bin ich damit beschäftigt, die ganzen Pflänzchen in die Erde zu bringen. Und obwohl ich doch sehr viele Beete habe, merke ich gerade schon wieder, der Platz geht aus! Aber das passiert mir jedes Jahr ;-).IMG_20200513_101848

IMG_20200511_124802Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr genügend Gartenfläche, um Euch selbst zu versorgen? Bestimmt müßt Ihr aber auch das ein oder andere zukaufen, oder? Wo kauft Ihr denn? Im Supermarkt, wo alle kaufen? Schon mal genau darauf geachtet, wo Euer Essen herkommt, und wie es erzeugt wird? Gerade jetzt in der Corona-Zeit werden die ganzen Misstände aufgedeckt. Viele Corona-Fälle treten da auf, wo menschenunwürdig gearbeitet wird. Z. B. bei uns im Nachbarlandkreis in Schlachthöfen. Wo in Schichtarbeit sich mehrere Arbeiter ein Bett nacheinander teilen müssen und sich natürlich dann gegenseitig anstecken. Welches Fleisch wird dort verarbeitet? Natürlich nur billigste Qualität. Schon mal gesehen, wo das Gemüse aus Spanien alles erzeugt wird? Sagt Euch Almeria was? Dazu sind die Filme: „We feed the World“ und „Unser täglich Brot“ wirklich zu empfehlen. Mir geht es aber nicht nur darum, wo und wie unser Essen hergestellt wird. Mir geht es eher darum, wo Ihr Euer Essen herbekommt, sollte aufgrund von Pandemien oder ähnlichem, die Grenzen auch für den Lieferverkehr dicht gemacht werden. Schon mal darüber nachgedacht? Die Bauern, die jetzt ihre Kunden haben, werden später auch nicht mehr produzieren können und natürlich zuerst Ihre Stammkunden bedienen. Also ich würde das jedenfalls so machen. Kunden, die immer schon zu mir gekommen sind würde ich bedienen, und Kunden, die aufgrund irgendeiner Krise erst dann zu mir kämen, die müssten halt warten, ob irgendetwas übrig bleibt! Wer in guten Zeiten seine Ernährungsnetzwerke aufgebaut hat, der hat auch in schlechten Zeiten zu essen! Und sich schon mal darüber Gedanken zu machen, was man alles an Vorräten zu Hause haben könnte, wäre auch sinnvoll.





Jetzt beginnt die Zeit der Fülle, man muß es nur wissen, nehmen, verarbeiten, dann hat man für den Winter vorgesorgt.

Also, was ist zu tun:

– schauen, welche Direktvermarkter gibt es um mich rum! Was bekomme ich in der Region und vor allen Dingen aus der Region kaufen!

– brauche ich wirklich immer Bananen und sonstige Südfrüchte? Wann gibt es heimisches Obst, Beeren, Gemüse? Was kann ich zu gegebenerzeit vor Ort einkaufen und dann dörren, einkochen, milchsauer einlegen (fermentieren) usw.

-was kann an Wildobst, Wildkräuter, Wildgemüse in meiner Region gesammelt werden und wie kann ich es weiter verarbeiten?

– welche Flächen könnte ich noch nutzen, um selbst Obst und Gemüse anzubauen? Gibt es vielleicht eine solidarische Landwirtschaft bei mir in der Nähe? Gibt es Gemeinschaftsgärten, wo ich mitarbeiten und lernen könnte?

– wo gibt es Bauern, die direkt Fleisch vermarkten, bzw. könnte ich ein Tier leasen, um dem Bauern die Bewirtschaftung zu ermöglichen und mir gute Qualität liefert?

IMG_20200513_100939Ich denke, die momentane Krise zeigt uns allen auf, dass es schnell gehen kann, dass es Situationen gibt, die uns ans Haus fesseln, oder das es unangenehm werden kann, wenn man zum Einkaufen zwischen anderen Maskenträgern gar nicht mehr ans Bummeln beim Einkaufen denken mag. Es ist einfach schöner, die Leute zu kennen, die meine Lebensmittel produzieren, nette Worte beim Einkauf in aller Ruhe wechseln kann und dann beruhigt und zufrieden das bewußte Essen auch zubereiten darf.

Es ist eine gewisse Art des Zusammenhaltens in der Krise, wenn man die Region unterstützt. Sorge für die Erde, sorge für den Menschen und Teile gerecht! Die drei Ethikpunkte der Permakultur. Es geht jetzt nur noch darum sie zu leben!

Wenn Ihr mich untersützen wollt, in meiner Arbeit, dann schaut doch mal rein auf www.waldgartenprodukte.de, unser Kursprogramm, das momentan aber noch nicht starten darf, findet Ihr auf www.mienbacher-waldgarten.de. Die Direktvermarkterlisten bekommt Ihr manchmal direkt über Euer regionales Landratsamt, manchmal aber auch über die Suchmaschine. Jede Region hat da ihre eigenen Vermarkterlisten. Ihr werdet staunen, wieviel Ihr selbst in Eurer Region alles bekommen könnt! Natürlich stehe ich Euch jederzeit gerne für Gartenberatungen zur Verfügung, momentan halt mit  Fotos und Skizze von Eurem Garten und Beantwortung all Eurer Fragen. Lesematerial undIMG_20200516_111713 Wissenspakete auf USB-Stick bekommt Ihr natürlich auch von mir!

So wünsche ich Euch die gleiche Fülle, die ich genießen kann,

mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten


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