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Blog Beitrag
31 Jul 2020

Manchmal darf man sich neu (er)finden – Hannes Permagarten Blog


Hallo liebe Permagarten-Freunde,

es ist Hochsommer und wieder einmal bin ich spät dran mit meinem Blogeintrag.

Ich bin allerdings schon wieder umgezogen! Deshalb habt etwas Nachsicht mit mir! Aber keine Bange, jetzt wohne ich ganz nah an meinem permakulturellen Waldgarten. Das ermöglicht mir auch die Haltung von Ziegen und Schafen. Und das ist wirklich notwendig! Da mir ja mein Einachsschlepper mit abgebrannt ist, ich hab es Euch im Februar berichtet, brauche ich jetzt dringend neue Määhgeräte! Stets hab ich gesagt, nie kommen mir Ziegen her. Aber wie heißt es so schön, sag niemals nie! Es war jedenfalls Liebe auf den ersten Blick und ich würde „Blume“, „Milli“ und „Zenzi“ nicht mehr hergeben! Mit den Leinen brauchen wir noch etwas Übung, aber auch das klappt täglich besser, so dass ich sie individueller im Waldgarten einsetzen kann.

Der Umzug hat mich wieder einiges an Kraft gekostet. Bin ja erst letztes Jahr auf einen Mehrgenerationenwohnen Hof gezogen. Doch ich habe gemerkt, ich brauche einfach die Ruhe. Nur so kann ich mich gut auf Führungen und Kurse in der Selbstversorger-Akademie vorbereiten und danach aber auch wieder erholen. So schön das Gemeinschaftsleben auch sein kann. Platz hab ich jetzt, im neuen Haus, genug und ich kann mich jetzt wieder entfalten, neu finden, Kraft tanken, wieder kreativ werden usw. Manchmal ist es gut, wenn man sich ein gutes Stück zurücknimmt, wieder selbst reflektiert, auf die Umgebung achtet und sich erst einmal wieder orientiert, neu ausrichtet, schauen wo man steht und wo man wirklich hinmöchte. Kennt Ihr das? Was ist mir im Leben wirklich wichtig, wo möchte ich hin, auf was kann ich nicht verzichten und wo kommt die Energie dafür her? Die Permakultur bietet auch hier durch ihre Prinzipien einen kleinen Wegweiser. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Denn oft haben wir die Lösung direkt vor unseren Augen und wir sehen es nicht.IMG_20200721_104517

Dabei ist das Leben so schön. Der Garten bietet täglich kleine Wunder zu bestaunen. Alleine schon die Insektenpracht auf den verschiedenen Wildblumen, besonders die Doldenblütler faszinieren mich dabei immer wieder. Die Vogelnester in den Rosenbüschen oder in den Johannisbeeren. Unsichtbar, doch plötzlich hörbar! Bis sie ausfliegen, die kleinen Nestflüchter, noch unsicher, doch in Begleitung der Eltern. Das Leben geht stetig weiter, unberührt von unseren Sorgen und Nichtigkeiten.IMG_20200627_093318

Wir haben zurzeit viele Gäste im Waldgarten, Wohnmobiler über das Landvergnügen-Programm, oder Gäste, die unsere Hütten des Wildniscamps über Airbnb gebucht haben und dann unvermutet mitten im Gesummse und Gebrummse unseres Permakultur- und Naturgartens stehen. Bis jetzt waren alle immer sehr begeistert und ich hoffe sehr, dass mein Garten alle Besucher etwas inspiriert, dies auch zuhause im Hausgarten umzusetzen. Inspirieren, das ist es, was ich auch mit diesem Blog bezwecke. Und zwar Euch, meine lieben Leser. Inspirieren zu mehr Natürlichkeit, zu mehr Ursprung, zurück zu mehr Selbstversorgung. Weg vom gekünstelten, weg vom Rechtwinkligen, weg von hyperordentlich. Denn die Natur hat ihre eigene Ordnung. Das müssen wir wieder verstehen lernen. Genauso wie wir wieder lernen dürfen, wie wir unsere eigenen Lebensmittel anbauen und Verantwortung für unser Essen und das Essen unserer Familie übernehmen werden müssen, sofern wir in Zukunft auch noch gesund leben wollen!

Ich weiß, heute bin ich wieder sehr philosophisch unterwegs, dafür liefere ich Euch hier aber jede Menge Bilder aus der Praxis!

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Geht also auf die Suche nach Euren wahren Wünschen, nach dem Ursprung in Euch. Vielleicht legt Ihr einfach mal Eure Hände in die Erde, um zu spüren, wie gut das tut! Pflanzen ist immer das für mich einzig wahre Mittel, um runterzukommen. Um wieder klarer denken zu können, wenn es im Alltag einfach wieder mal zu viel wird. Zum Glück hab ich gerade wieder viel genug zu pflanzen!

HanneGenießt den Hochsommer in vollen Zügen und denkt dabei Eure Speisekammern zu füllen!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten



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