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11 Apr 2020

Hügelbeete aufmotzen, Frühling genußvoll genießen – Hannes Permagarten Blog


Hallo liebe Permgarten-Freunde,

Bärlauch

ja, noch immer hält uns Corona fest im Griff, aber der Frühling läuft weiter, unbeeindruckt, unaufhaltbar. Täglich wird ein weiteres Beet aufgemotzt, vorbereitet für den Anbau. In den Gewächshäusern wird es bereits grün und sogar die erste Vorratshaltung mit Bärlauch, Löwenzahnblüten und der Fülle an sonstigen Wildkräutern ist in vollem Gange.

Bei mir ist ja immer alles abgemulcht. Mulch auf den Beeten ist für mich das nonplusultra. Alles für den Wurm tun, nicht umstechen, nur leicht lockern und den Boden stets bedeckt halten. So bleibt die Winterfeuchte wirklich lange erhalten im Boden und Trockenheit, wie sie uns gerade wieder heimsucht ist halb so schlimm in den Beeten, wo wir nicht gießen können.

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Deutsche Sperber, weltbeste Mitarbeiter!

Zusätzlich arbeiten bei mir ja immer die Hühner mit. Sie sind stete Begleiter bei meinem täglichen Tun im Garten. Damit sie aber nicht zu viel Schaden anrichten, hab ich die wichtigsten Beete mit Maschendrahtzaun abgedeckt. Einmal jährlich richte ich diese Beete wieder her, entferne die Beikräuter, bei mir meist Brennessel und kanadische Goldrute, manchmal auch Schlehenausläufer und Hundsrosen, die die Vögel angebaut haben, packe Kompost und eine schöne Mulchschicht darauf und schon kommt der Maschendrahtzaun wieder drüber. Mit Stöcken wird dieser befestigt und schon ist das Beet für die kommenden Jungpflanzen bereit. In meinem wilden Garten ist es besonders wichtig, so flächendeckende Wildkräuter, besonders die Brennnessel vorher zu entfernen. Diese wuchern sonst die gesetzten Pflanzen komplett zu. Das heißt, auch die Wurzeln, meist richtige Wurzelmatten müssen entfernt werden. Ebenso bei der kanadischen Goldrute, die sich absolut in den Kopf gesetzt hat meinen Hektar Land wieder zu besiedeln, nachdem ich sie erfolgreich zurückgedrängt hatte.

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Überall beginnt es zu blühen, die Bienen und Hummeln summseln, die Vögel zwitschern, das frische Grün spitzt raus und… es ist einfach nur herrlich. Noch dazu ist der Himmel blauer als sonst und diese herrliche Ruhe überall, wenn man nicht raus muß. Jetzt erweist es sich als genau richtig, dieses Selbstversorgerleben. Ich brauche nichts hamstern, denn meine Speisekammer ist noch weitestgehend voll. Noch dazu beginnt jetzt bereits schon wieder das Befüllen dieser. Löwenzahnsirup und Löwenzahngelee, Bärlauchpesto und Bärlauch –Giersch-Kräutersalz, aus den Brennesselspitzen gibt es täglich Beiwerk zum Mittagessen, besonders lecker, Brennesselpizza und Brennessellasagne! Täglich kann auch schon vom Rucola genascht werden, auch vom einjährigen Beifuß, der sich mittlerweile im Gewächshaus verselbständigt hat. In den Beeten draußen wachsen auch schon bereits die Salate, die Steckzwiebeln, Erbsen, dicke Bohnen usw.

Die Küken wachsen und gedeihen und täglich werden jetzt junge Häschen zur Welt kommen, pünktlich zu Ostern und passend für die Jahreszeit.

Noch etwas hat sich ergeben, ich werde mit meinen Jungs heuer noch einmal umziehen und zwar direkt nach Mienbach zu meinem Garten. Endlich hat sich die Gelegenheit geboten und dort kann ich dann auch lebende Rasenmäher halten. Bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob es Ziegen (deutsche Edelziegen) oder vielleicht doch Schafe (Waldschafe) werden sollen. Aber ich hab ja noch etwas Zeit zu überlegen. Bis dahin hab ich noch ganz viel Arbeit im Büro, denn aufgrund der momentanen Situation, in der ich keine Kurse abhalten kann, werde ich wohl einiges auf Infoträger packen, Filmen, Fotoserien zusammenstellen und Beratungen über Skype oder Zoom anbieten. Dazu aber mehr beim nächsten Mal. Ich halte Euch gerne auf dem Laufenden.IMG_20200407_100143

Somit wünsche ich Euch einen tollen Frühling, genießt die Zeit zu Hause, baut Eure Selbstversorgung aus (jetzt sollten dann die Gurken, Zucchini und sonstigen Kürbisgewächsesaaten in die Erde, genauso wie die Kartoffeln) und tauscht Euch einfach über´s Internet aus. Es hilft ja nichts.

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten



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