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7 Mrz 2020

Eingelegte Magnolienblüten – Biotopica Farm


Die Ernte-Saison ist mit dem Aufgehen der ersten Magnolienblüte für mich eröffnet, denn nicht nur Gurken lassen sich gut einlegen, sondern auch essbare Blüten.

Ihr blumiger Duft vergeht auch in Gläsern nicht und macht den exotischen Zauber dieser Beilage aus. Eingelegte Magnolienblüten sind auch in China ein nicht allzu häufig anzutreffendes Rezept, trotzdem erinnert der Geschmack allein schon an Asien.

Einige empfinden ihn als seifig, sehr ähnlich dem eingelegten Ingwer und daher passen Magnolien ideal als Beilage zu Reisgerichten.

Magnolienblüten wurden im Alten China auch gebacken zubereitet, trotzdem sollte hier erwähnt werden, dass sie eine sehr schwache, giftige Komponente beinhalten und daher der Verzehr in großen Mengen lieber unterlassen werden sollte, ansonsten können leichte Übelkeitserscheinungen die Folge sein.

Nichtsdestotrotz ist der Geschmack einmalig und nur mit einem Blumenbouquet zu vergleichen.

Falls ihr einen Magnolienbaum euer Eigen nennt oder ihr, wie
ich, eine liebe Nachbarin habt bei der ihr ein paar Blüten abzupfen dürft, dann
ist dieses Rezept eine außergewöhnliche Beilage für besondere Anlässe.

Ich nehme zum Süßen für den Essig-Sud unseren Hof eigenen Honig,
jedoch könnt ihr auch auf andere Alternativen zurückgreifen. Für meinen
Geschmack harmonieren Honig und der Duft der Blüten perfekt zusammen.

Auch beim Essig ist euch freie Wahl gelassen. Ich verwende
meinen Apfel-Cidre-Essig, aber der traditionelle Weg wäre eigentlich Reisessig.
Da wir keinen Reis anbauen und ich gerne so viele eigene Produkte wie möglich
verwenden möchte, habe ich das Rezept zu meinen Gunsten angepasst. Fühlt euch
frei dasselbige zu tun.

Verwende beim Salz ein Urgesteinssalz oder andere grobe und naturbelassene Salzkristalle. Herkömmliches, jodiertes Salz ist zu stark und hinterlässt einen ätzenden Nachgeschmack, zudem ist dieses Salz auch nicht gesund für euren Körper, es ist ein Abfallprodukt der chemischen Industrien und zerstört eure Geschmacksnerven. Grobes Urgesteinssalz ist etwas teurer, dafür überdeckt es die Aromen der duftenden Blüten nicht.

Nach dem Motto: „Wenn schon Kaufen, dann aber bewusst!“


Zutaten:

500g Magnolienblüten (abgezupft von Stängel und Stempel)
2EL Honig
250ml Essig eurer Wahl (Ich verwende meinen Apfel-Cidre-Essig)
1EL Salz
Wasser, je nach Bedarf um den Säuregrad zu mildern

Zubereitung:

Die Magnolienblüten vom Stängel, sowie vom Stempel abzupfen,
waschen und mit einem Tuch trocken tupfen. Danach die Blüten in ein Einmachglas
dicht aneinanderpressen und bis kurz unter dem Deckelrand füllen.

Essig, Honig und Salz in einen Kochtopf geben und alles zum
köcheln bringen. Der Honig und das Salz sollten komplett im Sud aufgelöst sein
und hocherhitzt werden, damit nachher die Gläser sich in einem Vakuum verschließen.

Koste vorher den Essig-Sud und ergänze je nach Empfinden Wasser um den Säuregrad zu mildern oder Honig, bzw. Salz.

Sobald der Essig-Sud stark köchelt kippt ihn zügig über die Magnolienblüten im Glas. Der Sud sollte alle Blüten bedecken. Schnell das Glas zuschrauben und auf dem Kopf drehen.

Vorsicht, das Glas ist heiß!

Das Glas, auf dem Kopf gedreht, abkühlen lassen und darauf achten, dass der Deckel sich nach innen wölbt und ein Vakuum bildet. Die eingelegten Magnolienblüten solltet ihr nun mindestens eine bis zwei Wochen stehen lassen, damit die Blüten vollkommen vom Essig-Sud durchzogen werden können.

Ihr könnt dem Essig-Sud natürlich noch nach Belieben mit Gewürzen, wie Nelke, Dill oder Senfkörner variieren. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für Reisgerichte mit gedämpften Gemüse empfinde ich die eingelegten Magnolienblüten als besonders schmackhaft, aber probiert es selber aus, denn jeder Geschmack ist verschieden.



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