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19 Apr 2019

Auf ins neue Abenteuer – Hannes Permagarten Blog

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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

die paradiesischen Zustände sind bereits wieder gestartet! Die russischen Kohl und die Kohlrabi aus dem Gewächshaus blühen bereits, zur Ernte stehen die ersten Salate, Radieschen und jede Menge Wildkräuter, die mir geschmacklich eigentlich sowieso viel lieber sind!

Die Tomaten sind pikiert und warten darauf, wann sie nach draußen dürfen. Ich bin mir heuer sehr unsicher, was die Eisheiligen Mitte Mai betrifft. Diese können noch sehr tückisch werden! Deshalb dürfen die Tomaten und Paprika, Chili und Ananaskirschen im behüteten Anzuchtgewächshaus stehen bleiben! Ein Problem stellt momentan die Trockenheit dar. Beginnt man mit der Anzucht im Freien, muß gegossen werden, sonst wächst absolut nichts! Das ganze artet jedoch bereits in eine sportliche Bestleistung aus, denn wir müssen dann mit den Gießkannen ran. Wir nennen das Gießkannen-Weit-Schlepping!

Letztes Jahr habe ich Euch bereits berichtet, dass unser Tiny Hous Projekt nichts wird. Es hat sich jetzt allerdings eine neue Lösung aufgetan. Wir ziehen nach Niederhausen, im schönen Vilstal auf den Schreimerhof. Das ist ein Mehrgenerationenhof, Denkmalgeschützt, und ich darf mit meiner Familie die Bewirtschaftung übernehmen. Das heißt, auch die Nutztier Arche wird mit umziehen. Momentan entsteht das erste Bauerngartl-Teilstück im Hof. Gestern kam die Erde, heute wird bepflanzt. Doch zuerst wird das bißchen Wiese gemät, damit genug Mulchmaterial da ist, um die Erde feucht halten zu können. Natürlich möchten wir am Hof Wasser und Arbeit einsparen! Sobald es wirklich was zu sehen gibt, bekommt Ihr natürlich die Bilder mit dazu! Fest versprochen.

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Der Schreimerhof, jedenfalls der vordere Bereich. Links oben wird gerade unsere Wohnung ausgebaut.

Auch unsere Wohnung wird gerade noch ausgebaut, so dass wir bis ca. Anfang August einziehen können. Geschichtsträchtiger Boden ist das, anno 1880. Da gibt es Holzbalkenwände (den Fachbegriff weiß ich leider nicht), Lehmputz erneuert wie damals, Holzböden usw. Leider haben wir nur sehr kleine Fenster, aber wir sind ja sowieso den ganzen Tag draußen, von daher stört uns das nicht. Während der nächsten Blogeinträge werdet Ihr dann mehr erfahren können, natürlich auch mit mehr Bilder! Eine Homepage dazu wird es auch bald geben!

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Die jungen Rammler vom Herbst fühlen sich wirklich wohl im Gehege der deutschen Sperber

Diese Art Gemeinschaftsleben ist ebenso ein Teil der Permakultur, wie das Gärtnern. Für mich und meine Familie ist es Neuland, deshalb ist es für uns auch ein Abenteuer, haben wir uns ja eigentlich immer mehr als Einsiedler gesehen. Doch wir fühlen uns dort jetzt schon sehr geborgen und freuen uns auf das Miteinander. Die Kinder ebenso, denn es sind jetzt endlich Kameraden zum Spielen da, wenn diese auch noch viel kleiner sind, das macht ihnen aber nichts aus.

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Vier junge Wollschweinferkelchen wuseln wieder durch das Gehege!

Jetzt geht es aber bei herrlichem Osterwetter wieder hinaus in den Garten! Heute darf ich Römersalat pikieren, Beerensträucher abstechen und topfen und natürlich gießen! Die Extensivbeete sind auch langsam vorzubereiten, dank dicker Laubabdeckung ist es darunter noch schön feucht! Das wird dem Zuckermais gefallen.

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Der erste Schwung Junghühner darf bereits ins Freie, beschützt vom Schäfer-Welpen

Genießt die tollen warmen Ostertage, macht Euch leckere Wildkräutersalate, und jetzt ist auch Zeit für die leckere Löwenzahnhonig-Geschichte! Sammelt Löwenzahnblüten und kocht diese mit Zucker ein, bis sie eine dickflüssige Konsistenz hat und auf dem Brot bleibt, wo sie soooo genial gut schmeckt!

Eure Hanne

 



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